Rechnungslegung / Finanzberichte
Bundesanzeiger
Oettinger Brauerei GmbHOettingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Lagebericht zum Geschäftsjahr 2018Überblick Im Jahr 2018 setzten die in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager insgesamt rund 94,0 Millionen Hektoliter Bier ab. Damit stieg der Bierabsatz erstmals wieder seit Jahren gegenüber dem Vorjahr um 0,5 % beziehungsweise 0,5 Millionen Hektoliter. In den Zahlen sind alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier nicht enthalten. Biermischungen (Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen) machten im Jahr 2018 mit 4,4 Millionen Hektolitern 4,7 % des gesamten Bierabsatzes aus. Gegenüber dem Jahr 2017 wurden 10,3 % mehr Biermischungen abgesetzt. 82,7 % des gesamten Bierabsatzes waren für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert. Der Inlandsabsatz stieg im Vergleich zu 2017 um 0,6 % auf 77,7 Millionen Hektoliter. Steuerfrei (Exporte und Haustrunk) wurden 16,3 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt (-0,1 %). Davon gingen 9,4 Millionen Hektoliter (-2,8 %) in EU-Länder, 6,8 Millionen Hektoliter (+3,9 %) in Drittländer und 0,1 Millionen Hektoliter (+1,9 %) unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien. Seit 1993 hat sich der Bierabsatz insgesamt um 18,1 Millionen Hektoliter oder 16,2 % verringert. Der versteuerte Inlandsabsatz hat in diesem Zeitraum um 26,1 % abgenommen, wogegen sich der Export in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt hat (+146,3 %). Besonders die Klassiker Pils und Weizen waren und sind von den Absatzrückgängen betroffen. Radler, Spezialitätenbiere, Helles und alkoholfreie Biere haben sich hingegen zu Umsatztreibern entwickelt. Biermixgetränke erzielten nach Angaben der Marktforscher zuletzt sogar zweistellige Umsatzzuwächse. Besonders im Trend liegen naturtrübe Radler. Oettinger hat diesen Trend erkannt und führt bereits seit Jahren innovative Biermischgetränke in unterschiedlichsten Gebinden, Designs und Geschmacksausprägungen im Markt ein. Das in 2017 neu eingeführte Oettinger naturtrübe Radler in der Steinie-Flasche konnte bereits im ersten Jahr der Markteinführung eine sehr erfreuliche Absatzentwicklung erzielen. Pils blieb mit einem Absatz von rund 3,2 Milliarden Litern allein im Lebensmittelhandel und in Getränkeabholmärkten zwar die Lieblingssorte der Deutschen. Es hat jedoch Imageprobleme insbesondere bei jungen Käuferschichten. Oettinger konnte im abgelaufenen Jahr mit einer Gesamt-Absatzjahresmenge von 8.433 THL sowohl den Vorjahresabsatz um 2,38% (+197 THL) als auch die interne Planung um 1,0% (+84 THL) übertreffen. Wie in den Vorjahren entwickelten sich insbesondere die inländischen Dosenabsätze mit einem deutlichen Plus von 11,85% (+155 THL) gegenüber den Vorjahreszahlen. Aber auch die in das Ausland gelieferten Dosenmengen konnten sich mit einer Absatzsteigerung von 6,27% (+136 THL) in einem langjährigen Kontext wieder sehr positiv entwickeln. Trotz der im Herbst im Markt breitflächig durchgesetzten Preiserhöhung für den Endverbraucher von bis zu einem Euro je Kasten der Marke "Original Oettinger" konnten die Absatzverluste mit einem Minus von 1,77% (-67 THL) in diesem Segment im Rahmen gehalten werden. Entwicklung des Ergebnisses Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um erfreuliche 9,7 Mio. € (entspricht einem Plus von 3,1 %) auf 322,8 Mio. € gesteigert werden. Trotz eines leichten Mehrabsatzes wurde der geplante Jahresumsatz knapp um 0,4 Mio. € verfehlt. Dies liegt an der zum Teil zeitlich verzögerten und bis Jahresende noch nicht vollständig umgesetzten Preiserhöhung der Marke Original Oettinger. Der Rückgang der Sonstigen betrieblichen Erträge resultiert im Wesentlichen daraus, dass im Vorjahr ein Ertrag in Höhe von 5,4 Mio. € aus der Auflösung der Pfandrückstellung infolge einer Änderung der Berechnungssystematik aufgrund einer Betriebsprüfung erzielt worden ist, während im Berichtsjahr ein derartiger Ertrag nicht zu verzeichnen war. Nach abgeschlossener Bestandbewertung ergibt sich für das Gesamtjahr 2018 eine Materialeinsatzquote von 52,3 %, die damit leicht über der Quote des Vorjahres von 51,5 % liegt. Der Anstieg der Materialkosten ist insbesondere auf Preissteigerungen im Rohstoff- und Emballagenbereich zurückzuführen. Die um 3,0 Mio. € über Vorjahr liegenden Personalkosten von 63,3 Mio. € sind neben der tariflichen Lohn-und Gehaltserhöhung auf die gestiegene Mitarbeiteranzahl zurückzuführen. Investitionsmaßnahmen sind erst in der zweiten Jahreshälfte verstärkt angelaufen, so dass sie sich noch nicht ganzjährig auf die Abschreibungen ausgewirkt haben. In Verbindung mit dem Auslaufen von Abschreibungen hat dies zu einem niedrigen, unterhalb der Vorjahre liegenden Abschreibungsaufwand von 11,7 Mio. € geführt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Vorjahres beinhalteten 3,6 Mio. € Aufwendungen zur Dotierung einer Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Absatzgeschäften. Im Geschäftsjahr 2018 sind Aufwendungen für die Beendigung eines Mietverhältnisses in Höhe von 1,1 Mio. € angefallen. Aufgrund des negativen Jahresergebnisses fielen im Geschäftsjahr 2018 keine Ertragsteuern (Vorjahr: 3,0 Mio. €) an. Insgesamt bedeutet dies ein Jahresergebnis von -0,26 Mio. €, was damit aufgrund der o.g. Gründe um 2,0 Mio. € unter dem Ergebnis des Vorjahres liegt. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft reduzierte sich im Geschäftsjahr 2018 um rd. 10 Mio. € auf TEUR 197.412 (Vorjahr: TEUR 207.192). Die Eigenkapitalquote zum 31.12.2018 verbesserte sich trotz des leicht negativen Ergebnisses aufgrund der verringerten Bilanzsumme von 54,0 % zum Vorjahreszeitpunkt nun auf 56,6 %. Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil von Sachanlagen an der Bilanzsumme von 47,2 % (Vorjahr: 44,7 %) gekennzeichnet. Finanzlage Die Kapitalflussrechnung weist im Geschäftsjahr 2018 einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 8.903 (Vorjahr: TEUR 10.153) aus. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR -11.925 (Vorjahr: TEUR -4.999). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -4.067 (Vorjahr: TEUR -4.223). Zu den Investitionen verweisen wir auf den Gliederungspunkt Investitionen und Finanzierung. Beschaffung Die in den vergangenen Jahren zu beobachtende Volatilität der Rohstoffpreise hat sich im vergangenen Jahr weiter fortgesetzt. Auch aufgrund fehlender Kapazitäten der Hersteller in den Bereichen Behälterglas, Malz-Herstellung und PET-Preforms/Dosen-Produktion waren Preiserhöhungen in diesen Bereichen zu verzeichnen. In der Vergangenheit abgeschlossene, langfristige Beschaffungskontrakte konnten den Anstieg der Einkaufspreise nur dämpfen, aber nicht verhindern. Auch in der Zukunft wollen wir an der bewährten Strategie eines mittelfristig orientierten Beschaffungshorizontes festhalten, um weiterhin ein möglichst ausgewogenes Chance-/Risikoprofil zu halten. Kontinuierliche Zukäufe bzw. Kontraktabschlüsse bei unseren wichtigsten Rohstoffen, wie Malz und Hopfen, helfen uns, Chancen am Markt zu nutzen, um Preisbewegungen zu glätten. Produktions- und Leistungsbereich Bei Investitionsentscheidungen im technischen Bereich und in der Logistik wird höchster Wert auf Effizienz, Sicherung der Qualität und Einsparung von Energien gelegt. In diesem Sinne wurde in 2018 ein über 3 Jahre laufendes Investitionspaket über 65 Mio. € gestartet. Zentrale Maßnahmen stellen am Standort Mönchengladbach ein neues Drucktanklager mit einem Investitionswert von 10 Mio. € sowie eine Vollgut-Lagerhalle über 4,5 Mio. € dar. In Braunschweig wurde im April 2019 eine zweite PET-Abfülllinie mit einem Investitionsvolumen über 2,5 Mio. € in Betrieb genommen. In Oettingen und Mönchengladbach wurden im Sinne unserer Ressourcen- und umweltschonenden Herstellungs-Philosophie je eine CO 2-Rückgewinnungsanlage mit einem Gesamtwert von 2,2 Mio. € installiert. In der Logistik wurden Flurförderfahrzeuge und Getränkelastzüge als jährliche Ersatzbeschaffungen mit einem Umfang von rd. 5 Mio. € zur weiteren Modernisierung und Steigerung der Umweltverträglichkeit unserer Fahrzeugflotte beschafft. Wie in den Vorjahren wurden die Logistik-Investitionen über Leasing finanziert. Investition- und Finanzierung Der allgemeine Liquiditätsbedarf ist nach wie vor über das bestehende Bankenkonsortium sowie über weitere Finanzierungsinstrumente im kurzfristigen bis mittelfristigen Zeithorizont abgedeckt. Die aktuelle Konsortialfinanzierung mit einem Volumen von 76,25 Mio. €, von denen zu Ende 2018 lediglich 12,5 Mio. € in Anspruch genommen wurden, läuft in der 3. Neufassung vom 21. November 2018 noch bis Mitte 2027. In 2019 stehen zur Finanzierung von Investitionen zwei Tranchen von zusammen 23 Mio. € zum Abruf zur Verfügung. Investitionen in Fahrzeuge im Logistiksektor sowie ein Teil der Leergutbeschaffungen für die von Oettinger produzierten Handelsmarken wurden wie in den Vorjahren über Leasing finanziert. Personal- und Sozialwesen Im Jahresdurchschnitt hatten wir 1.047 Beschäftigte gegenüber 1.027 im Vorjahr. Im Berichtsjahr wurden 60 neue Mitarbeiter eingestellt, während 49 das Unternehmen, insbesondere durch den Eintritt in den Ruhestand, verlassen haben. Zu- und Abgangszahlen wurden nicht im Jahresdurchschnitt ermittelt. Zur Sicherung des zukünftigen Personalbedarfes bilden wir in verschiedenen Berufsfeldern regelmäßig den eigenen Nachwuchs aus. Derzeit sind keine Frauen in die Geschäftsführung bestellt. Beschlüsse der Gesellschafterversammlung hinsichtlich der Festlegung von Frauenquoten wurden keine gefasst. Die Geschäftsführung hat für die beiden Ebenen unterhalb der Geschäftsführung keine Zielgrößen für einen Frauenanteil festgelegt. Die Auswahl des geeigneten Personals in allen Ebenen des Unternehmens erfolgt bei Oettinger nach Eignung und Leistung und nicht nach irgendwelchen geschlechtsspezifischen Vorgaben. Zweigniederlassungen der Gesellschaft Die Oettinger Brauerei GmbH mit Sitz in Oettingen unterhält die Zweigniederlassungen Gotha mit Sitz in Gotha, Brauerei Mönchengladbach mit Sitz in Mönchengladbach sowie Brauerei Braunschweig mit Sitz in Braunschweig. Beirat Der Beirat wurde aufgrund einer von der Gesellschafterversammlung verabschiedeten Satzungsänderung im Oktober 2018 aufgelöst. Vertrieb / Marketing / Risiken und Chancen / Ausblick Im Frühjahr 2018 wurde die Position in der Geschäftsführung für Marketing, Vertrieb und Export mit Peter Böck in Oettingen neu besetzt. Im Zuge dessen zog auch die Marketing- und Kommunikationsabteilung von der Zweigniederlassung Gotha ins Stammhaus nach Oettingen. Die Unternehmenswebsite unterzieht sich derzeit ersten Verschlankungsmaßnahmen und optimiert den "Karriere"-Bereich, um künftig auch Online-Bewerbungen annehmen zu können. Unser Auftritt auf Facebook, Twitter und Instagram gewinnt weiterhin an Fans und Followern - die Zielmarke von 200.000 Personen ist schon seit längerem überschritten. 2018 launchten wir zwei Neuprodukte in der kultigen 0,33-Liter-Steinieflasche: Radler naturtrüb und Kellerbier. In diesem Jahr erwartet unsere Konsumenten das Helle in der Steinie-Version. Auch mit unserer Trendmarke 5,0 Original brachten wir vor kurzem ein Radler naturtrüb auf den Markt. Pünktlich zum Start der Festivals-Saison im Juni erscheinen wieder die legendären Fan-Dosen mit 12 verschiedenen, von 5,0-Original-Fans ausgedachten Sprüchen. Ein absolutes Novum im Biermarkt bildet unser innovatives Neuprodukt "OeTTINGER Hanfkiss". Das Biermischgetränk auf Basis unseres hellen Vollbieres greift den explosionsartigen Hanfprodukt-Trend aus den USA und Kanada auf. In Deutschland sind wir damit die ersten, die das Thema "Cannabis in Getränken für den breiten Absatzmarkt" realisieren. Mitte des Jahres 2019 startet unsere Guerilla-Marktforschung zur tatsächlichen Akzeptanz der Konsumenten. In unserer Vermarktung setzen wir konsequent auf die Mehr-Sorten-Aktionspolitik (Pils, Export, Radler, alkoholfrei und Weizen-/Spezialitäten-Range) und schließen sukzessive die vorhandenen Distributionslücken im wertschöpfenden Randprogramm. Maßgebliche Lieferkontrakte wurden verlängert und neue Absätze im Handelsmarkengeschäft konnten akquiriert werden. Auch im Auslandsgeschäft konnten diverse Neukunden gewonnen werden, wodurch wir dem gesättigten Biermarkt in Deutschland mit zielgerichtetem Wachstum im Export entgegentreten. Hierum kümmert sich die eigens dafür ausgebaute und internationalisierte Exportabteilung. Mit einem stets hohen Zertifizierungsniveau und einer permanenten Weiterentwicklung der innerbetrieblichen Prozesse halten wir nach wie vor einen Spitzenplatz. Die daraus abgeleitete Prozessorganisation bildet die Grundlage für eine gleichbleibend hohe Produktqualität. Aktuell verzeichnen unsere vier Braustätten seit 1980 mehr als 210 Medaillen (überwiegend in Gold) der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft). Hinzu kommen sieben Landesehrenpreise und vier Bundesehrenpreise für Lebensmittel. 2019 wurden zudem unsere Standorte in Oettingen, Braunschweig und Mönchengladbach von der DLG für langjährige Produktqualität ausgezeichnet. Im Risikomanagement wird das verwendete Instrumentarium regelmäßig verfeinert bzw. aufgrund neuer Erkenntnislagen überarbeitet, neu bewertet und fließt in die Risikolagebeurteilung ein. Existentielle Gefahren für Gebäude, Betriebsanlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und die Bestände sind über Versicherungen abgedeckt und werden mit unseren Versicherungspartnern regelmäßig überprüft und angepasst an sich verändernde Situationen. Ein formalisiertes Compliance Management System ist derzeit im Auf- bzw. Ausbau begriffen. Die für alle Mitarbeiter gültigen Verhaltensleitlinien wurden im Laufe des letzten Jahres an jeden Mitarbeiter kommuniziert. Unser fest etabliertes Krisenmanagement ist seit vielen Jahren eingerichtet und wird regelmäßig auf einem aktuellen Datenbestand gehalten. Im Rahmen der Audits für diverse Zertifizierungen werden wesentliche Bestandteile des Krisenmanagements laufend einer externen Überprüfung unterzogen. In 2018 fand eine eintägige Schulung der Mitglieder des Krisenteams zum Thema "Richtiges Verhalten im Erpressungsfall" statt. Die Versorgungssituation mit Rohstoffen, Energie, Gebinden und anderer wesentlicher Materialien ist aufgrund bestehender Verträge für den Planungshorizont zu einem hohen Anteil sowohl mengen- als auch preismäßig gesichert. Für das auf den Jahresabschluss folgende Geschäftsjahr können über die Planung hinausgehende Preisänderungsrisiken für die Sektoren Beschaffung und Vertrieb aufgrund entsprechend abgeschlossener Verträge weitgehend ausgeschlossen werden. Allerdings lassen sich in ein paar, wenigen Bereichen keine, oder nur eingeschränkte, Preissicherungen erreichen. Eventuell auftretende Risiken im Exportgeschäft sind durch eine Forderungsabsicherung für bestimmte Kundensegmente gedeckt. Währungsrisiken bestehen nicht, da ausschließlich in EURO fakturiert wird. Ein straffes Forderungs-Controlling verzeichnet im Inland regelmäßig nur geringe Ausfälle. Der Liquiditätsbedarf unterliegt einer laufenden detaillierten Planung und Prognose und eine vorsichtige Liquiditätspolitik verfolgt das Ziel einer optimalen Ausstattung an liquiden Mitteln. Auf eine Zinssicherung von variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten wird momentan aufgrund der niedrigen Verschuldungswerte, der kurzen Restlaufzeiten und der stabilen Niedrigzinsphase verzichtet. Der Umfang der Investitionstätigkeit wird in 2019 deutlich über das Niveau der Vorjahre ansteigen und sichert bzw. baut das hohe technologische Niveau unserer Produktionsanlagen und des Fuhrparks noch weiter aus. Weitere Investitionsmaßnahmen für diverse Optimierungen mit unmittelbaren wirtschaftlichen Effekten befinden sich in der Planungsphase. Für das Geschäftsjahr 2019 planen wir leicht steigende Umsatzerlöse dank zusätzlicher Absätze vor allem im in- und ausländischen Einwegbereich. Aufgrund der im Herbst 2018 / Anfang 2019 durchgeführten, notwendigen Preisanpassung der Mehrwegartikel der Marke Original Oettinger erwarten wir einen leichten Mengenrückgang in diesem Segment. Diese Preiserhöhung war Bestandteil eines im Frühjahr 2018 aufgelegten Maßnahmenkatalogs zur Verbesserung der Ertragslage, der zahlreiche Ansätze zu Kosteneinsparungen sowie zu Absatz- und Umsatzausweitungen beinhaltet und im Zeitraum 2018 bis 2021 zur Umsetzung kommt. Damit rechnen wir für 2019 mit einer gegenüber dem Vorjahr deutlichen Verbesserung des Jahresergebnisses.
Oettingen, den 28. Mai 2019 Oettinger Brauerei GmbH gez. Bernhard Wenninger gez. Dr. Andreas Boettger gez. Peter Böck Oettinger Brauerei GmbH, OettingenGewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2018
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Oettinger Brauerei GmbH, Oettingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Oettinger Brauerei GmbH, Oettingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Oettinger Brauerei GmbH, Oettingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. [Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt "Personal- und Sozialwesen" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, den 28. Mai 2019 Deloitte
GmbH
(Jens Ballerstein) Wirtschaftsprüfer (Christian Willner) Wirtschaftsprüfer Oettinger Brauerei GmbH, OettingenBilanz zum 31. Dezember 2018AKTIVA
Oettinger Brauerei GmbH, OettingenAnhang für das Geschäftsjahr 2018I. Vorbemerkungen Gegenstand des Unternehmens Oettinger Brauerei GmbH (Oettinger GmbH) ist der Betrieb einer Brauerei mit Produktion von Bier, alkoholfreien und anderen Getränken sowie allen damit zusammenhängenden Geschäften. Die Oettinger Brauerei GmbH unterhält die Zweigniederlassungen Brauerei Gotha mit Sitz in Gotha, Brauerei Braunschweig mit Sitz in Braunschweig und Brauerei Mönchengladbach mit Sitz in Mönchengladbach. Die Oettinger Brauerei GmbH, mit der am Amtsgericht Augsburg eingetragenen Handelsregisternummer HRB 759, hat ihren Sitz in Oettingen. Der Jahresabschluss wurde nach den für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt. § 42 GmbHG wurde beachtet. Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB Anwendung. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Ansatz und die Bewertung der einzelnen Vermögens- und Schuldposten erfolgt entsprechend den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Planmäßige Abschreibungen für abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich nach der linearen Methode pro rata temporis vorgenommen. Die Abschreibungszeiträume entsprechen den steuerrechtlich für zulässig gehaltenen Nutzungsdauern. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden in einem Sammelposten zusammengefasst und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen beinhaltet Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Sonstige Ausleihungen (Gastronomiedarlehen). Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bewertet. Abwertungen werden im Sinne einer absatzmarktorientierten Verlustantizipation nur vorgenommen, wenn die bis zur Veräußerung des Endproduktes voraussichtlich anfallenden Aufwendungen die erwarteten Erträge aus dem Produkt übersteigen. Von der Möglichkeit der Bewertung einiger Bestände zu Festwerten wurde gemäß § 240 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Die Bewertung der Bestände an Fertigen und Unfertigen Erzeugnissen erfolgt zu Herstellungskosten. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der notwendigen Fertigungsgemeinkosten, der durch die Fertigung veranlasste Werteverzehr des Anlagevermögens, sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung. Die Bewertung erfolgt entsprechend § 253 Abs. 4 und § 255 HGB. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Unter Beachtung eventueller Forderungsausfälle werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Die liquiden Mittel werden mit dem Nominalwert bewertet. Die als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen Posten stellen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag dar, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Die aktiven latenten Steuern beruhen auf abweichenden steuerlichen Wertansätzen des Geschäfts- und Firmenwertes, der Sonstigen Rückstellungen sowie aus der mit Deckungsvermögen verrechneten Rückstellungen für Altersteilzeit. Passive latente Steuern beruhen auf abweichenden steuerlichen Wertansätzen der Grundstücke und Bauten, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sowie der Sonstigen Verbindlichkeiten. Der Bewertung wurde der durchschnittliche Steuersatz der Gesellschaft für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer von insgesamt 30,0 % zu Grunde gelegt. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wurde in Höhe der vereinnahmten Zuschüsse gebildet. Die Auflösung erfolgt entsprechend den vorgenommenen Abschreibungen der bezuschussten Anlagegüter. Sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verpflichtungen und werden in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages bewertet. Bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wird vom Abzinsungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Die Rückstellung für Pfandrücknahmeverpflichtungen wird auf Grundlage der in letzten sechs Wochen des Geschäftsjahres in Umlauf gebrachten, bepfandeten Gebindemenge berechnet. Wie in den Vorjahren wurde die Rückstellung um 4% für Schwund (Flaschen, die vom Endverbraucher nicht an die Oettinger Brauerei GmbH zurückgebracht werden) gekürzt. Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften für bestehende Abnahmeverpflichtungen aus Beschaffungsverträgen für Rohstoffe werden nur gebildet, sofern unter Einbeziehung des Absatzmarktes ein Verlust droht. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die als passive Rechnungsabgrenzung ausgewiesenen Posten stellen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag dar, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind. III. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2018 ist dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Hierbei handelt es sich um Software und Markenrechte und Anzahlungen. 2. Sachanlagen Die Aufgliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018 ist im Anlagespiegel gesondert dargestellt. Bei den Zugängen zum Sachanlagevermögen handelt es sich im Wesentlichen um Vermögensgegenstände der Produktions- und Abfülltechnik, Gebäude sowie Lastkraftwagen. 3. Finanzanlagen Der Anteilsbesitz setzt sich wie folgt zusammen:
* Die Angaben betreffen den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017. Eigenkapital und Jahresergebnis sind in TUSD angegeben. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 5. Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Disagiobeträge in Höhe von TEUR 695 (Vorjahr: TEUR 342). 6. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 25.140 wurden im Wesentlichen für Pfandrücknahmeverpflichtungen, Personalkosten sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. 7. Verbindlichkeiten Für die Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten:
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 14.734 bestehen Sicherheiten in Form von Grundschulden lastend auf den Betriebsgrundstücken Oettingen, Gotha und Mönchengladbach. Außerdem werden diese Verbindlichkeiten durch Sicherungsübereignungen von Maschinen und maschinellen Anlagen, Gärtanks und diversen anderen Anlagegegenständen besichert. Die stillen Beteiligungen entfallen in Höhe von TEUR 2.172 auf Gesellschafter. Von den Sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf:
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Die Umsatzerlöse wurden in Höhe von TEUR 220.864 (Vorjahr: TEUR 218.826) im Inland und in Höhe von TEUR 101.912 (Vorjahr: TEUR 94.298) im Ausland erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.083 (Vorjahr: TEUR 988). Diese Erträge beinhalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens, Erträge aus der Ausbuchung verjährter Verbindlichkeiten sowie sonstige aperiodische Erträge. In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für die Altersvorsorge in Höhe von TEUR (Vorjahr: TEUR 689) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten außergewöhnliche Aufwendungen aus der Dotierung von Rückstellungen für Personal in Höhe von TEUR 822, davon entfallen auf die ehemalige Geschäftsleitung TEUR 677. Für die vorzeitige Auflösung des Mietvertrages für ein Vollgutlager in Mönchengladbach wurde eine Abstandszahlung von TEUR 800 geleistet, es ist eine weitere Zahlung von TEUR 300 zu erwarten, für die aus Gründen der kaufmännischen Vorsicht eine Rückstellung gebildet wurde. Sonstige aperiodische Aufwendungen in Höhe von TEUR 116 (Vorjahr: TEUR 823) beinhalten Verluste aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens sowie sonstige aperiodische Aufwendungen. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden die Kosten der Leistungen des Abschlussprüfers von insgesamt TEUR 186 (Vorjahr: TEUR 214) ausgewiesen. Die Leistungen beinhalten die Prüfung des Jahresabschlusses in Höhe von TEUR 135 (Vorjahr: TEUR 135), für Steuerberatungsleistungen inkl. Erstellung der Steuererklärungen in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 62) sowie sonstige Bestätigungsleistungen in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 17). In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 87) sowie aus Teilgewinnabführungsverträgen (stille Beteiligung) in Höhe von TEUR 164 (Vorjahr: TEUR 164) enthalten. Der Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthält Steueraufwendungen des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 0 sowie Steueraufwand in Höhe von TEUR 2 für Vorjahre. V. Sonstige Angaben Dem Beirat der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr folgende Mitglieder an:
Der Beirat wurde durch Satzungsänderung, die von der Gesellschafterversammlung am 26.10.2018 beschlossen und notariell beurkundet wurde, zum 26.10.2018 aufgelöst. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr:
Personalstand Im Berichtsjahr und im vorangegangenen Geschäftsjahr waren durchschnittlich beschäftigt:
Außerbilanzielle Geschäfte/Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Flaschensortierung-, Leasing- und Mietverträgen, aus Abnahmeverpflichtungen für Malz, Hopfen, Dosen und Zucker bestehen zum 31. Dezember 2018 Verpflichtungen in Höhe von TEUR 177.969. Haftungsverhältnisse Für Verbindlichkeiten Dritter wurde eine Bürgschaft über TEUR 550 abgegeben. Die besicherten Verbindlichkeiten betragen zum 31. Dezember 2018 TEUR 729. Mit einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft wird derzeit nicht gerechnet. Gegenüber der Tochtergesellschaft HSL Getränkehandel Service und Logistik GmbH, Gotha, wurde eine Patronatserklärung abgegeben. Mit einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung wird derzeit nicht gerechnet. Nachtragsbericht Die Oettinger Brauerei GmbH hat am 17. Mai 2019 24,45% ihres Stammkapitals als eigene Anteile erworben. Mit gleichem Datum erwarb die Oettinger Brauerei GmbH jeweils 100 % des Stammkapitals der Vertriebsgesellschaften 5,0 International GmbH, Hamburg, und der Oettinger International GmbH, Hamburg, über die jeweils ein Teil des Auslandsgeschäfts der Oettinger Brauerei abgebildet wird. Die Finanzierung der Anteilserwerbe erfolgte durch eigene Mittel sowie durch Aufnahme von Bankdarlehen. Ergebnisverwendung Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn von EUR 86.637.505,88 auf neue Rechnung vorzutragen.
Oettingen, den 28. Mai 2019 Oettinger Brauerei GmbH Die Geschäftsführung |
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